Lies dich produktiv und lerne Zeitmanagement verstehen

Profitiere von Fraukes Expertise in den Bereichen Organisationsentwicklung und Selbstmanagement. Hier findest du Inhalte, die dir zeigen, wie du produktiver arbeitest und gelassener lebst.


ÜBER DEN AUTOR

Autor

Frauke Schöttke

Du bist hier richtig, wenn Du die Dinge gerne selbst in die Hand nimmst und wieder mit Freude arbeiten möchtest.

Zusammen finden wir heraus,

  • wie Du Dich und Deine Arbeit so organisierst, dass Du rundum zufrieden mit Dir bist.
  • Damit Du endlich wieder ruhig schlafen kannst und
  • damit Du Zeit hast für die schönen Dinge des Lebens. Deine Hobbies, Deine Familie oder einfach nur entspannte Momente.

Die schlechte Nachricht zuerst: eine neue Zeitmanagement-Methode wird Dein Problem nicht lösen. Noch mehr, noch härter und disziplinierter arbeiten: das macht es nicht besser. Im Gegenteil.

 

Target Coaching für kluge Entscheidungen

Target Coaching für kluge Entscheidungen

Das Geheimnis für kluge Entscheidungen

Ich liebe dieses Buch. Es war vor einigen Jahren das erste, das ich zum Thema „Verstand und Bauchgefühl“ gelesen habe – selten hat eine Buch bei mir zu so einem Geistesblitz geführt. Wer „das Geheimnis kluger Entscheidungen“ gelesen hat, versteht, wie Entscheidungen leichter fallen, sich besser anfühlen und klüger getroffen werden.

Wenn Du kluge Entscheidungen triffst, sagen Kopf und Bauch ja und Du kannst mit Schwung und gutem Gefühl durchstarten. 

Maja Storch: kluge Entscheidungen sind nicht das gleiche, wie vernünftige Entscheidungen

Maja Storch ist Expertin für Selbstmanagement und Motivation. Sie ist Autorin zahlreicher Fachbücher, hat das Zürcher Ressourcenmodell ZRM entwickelt und ist wissenschaftliche Leiterin des ISMZ (Institut für Selbstmanagement und Motivation Zürich), einem Spin-Off der Uni Zürich.

Sie verknüpft in ihren Arbeiten Erkenntnisse aus Gehirnforschung und Psychologie. Die Kernaussage in „das Geheimnis kluger Entscheidungen“ ist:

  • Eine kluge Entscheidung ist nicht das gleiche, wie eine vernünftige Entscheidung
  • Entscheidungsprozesse führen zu Aktivitäten in Gehirn, Psyche und Körper. Wer weiß, wie Gehirn und Psyche zusammenarbeiten, ist besser in der Lage kluge Entscheidungen zu treffen.

Jetzt lasst uns doch mal sachlich bleiben

Solche Sätze kommen Dir vermutlich bekannt vor: „sei doch mal vernünftig“! „denkt doch mal nach“ – und oft genug, führen Sätze wie diese eher in eine Sackgasse als zu einer Lösung. „Lasst uns sachlich bleiben“. Man könnte meinen, eine gute Entscheidung fällt emotionslos und basiert nur auf Verstand, Vernunft, Denken.

Ich habe oft Situationen erlebt, in denen ich mir sicher war: ja, hört sich alles gut an, aber es wird nicht funktionieren. Lange dachte ich, dass das einfach was mit Intuition zu tun hat. Heute weiß ich: es hat was mit dem Zusammenspiel von Gehirn und Psyche zu tun. Und es gehört zu unserem Handwerkszeug, solche Situationen zu erkennen und zu lösen. Es wirkt auf ein Vorhaben wie ein Teilchenbeschleuniger in der Physik.

Aus der Gehirnforschung weiß man heute, dass es zwei getrennte Bewertungssysteme gibt, die zu Entscheidungen führen. Zum einen gibt es den Cortex, den „rationalen Verstand“ und das limbische System, das „emotionalen Erfahrungsgedächtnis“. Im Verstand ist all das enthalten, das wir bewusst wissen und gelernt haben, während das emotionale Erfahrungsgedächtnis unsere gesamte Lebenserfahrung repräsentiert. Diese beiden Bewertungssysteme wirken sich auf Wahrnehmung und Verhalten aus und arbeiten grundverschieden:

Eine „vernünftige“ Entscheidung zu treffen, würde nun also bedeuten, nur eines dieser Systeme um Rat zu fragen und das andere gegebenenfalls zu ignorieren. Manchmal kann es richtig sein, das zu tun. Wenn ich einen Vortrag vor vielen Menschen halten soll, frage ich mich vorher manchmal auch, ob das wirklich sein muss? Und im Zweifelsfall mache ich das dann, obwohl ich Lampenfieber habe, aufgeregt bin und mich in der Situation nur begrenzt wohl fühle. Ich weiß, es ist richtig und hinterher werden ich mich freuen, über meinen Schatten gesprungen zu sein.

Das emotionale Erfahrungsgedächtnis kann Leben retten

Allerdings läßt sich das emotionale Erfahrungsgedächtnis zum Glück nicht einfach so ausschalten – es kann Leben retten. Wenn wir zum Beispiel irgendwo langschlendern und im Augenwinkel eine schnelle Bewegung wahrnehmen, werden wir abrupt stehen bleiben und schauen, was das ist. Vielleicht ein Auto, das wir gerade noch rechtzeitig gesehen haben?

Maja Storch verwendet hierfür folgendes Beispiel: wenn wir etwas längliches im Gras sehen, werden wir das blitzschnell registrieren und hinsehen – ist es eine Schlange? Nein, zum Glück meistens nur ein Ast oder etwas anderes harmloses.

Aber was hat das nun mit Target Coaching zu tun?

Auch berufliche Erfahrungen werden gespeichert und fließen in unsere Entscheidungen ein

Im Emotionalen Erfahrungsgedächtnis ist auch all das enthalten, was wir zu unserem Berufsleben gespeichert haben. Erfolge und Mißerfolge, fachliche und soziale Dos und Dont´s, die Kultur des Unternehmens um nur einige zu nennen.

All das schwingt mit, wenn Vorhaben in die Tat umgesetzt werden sollen und manchmal führt das dazu, dass der Verstand „ja“ und das Erfahrungsgedächtnis „nein“ sagt. In der Konsequenz wird ein solches Vorhaben bestenfalls mit angezogener Handbremse bearbeitet.

Wie gehen wir mit dem Erfahrungsgedächtnis im Target Coaching um?

In der ersten Phase des Target Coaching  sammeln wir gemeinsam Informationen. Das was der Verstand sagt, wird gesammelt und festgehalten. Auf Flipcharts, Pinnwänden, Notizzetteln. Aber wir sammeln eben auch all das, was sonst noch gesagt wird. Diffuse Äußerungen, lose Sätze, all das was mitschwingt wird protokolliert.

Ein Klassiker: ich beobachte immer wieder ähnliches zum Thema Betriebsrat. Es liegen Formulierungen in der Luft, die sinngemäß subsummiert werden können: „wir müssen aufpassen wegen dem Betriebsrat“.

Das hat das emotionale Erfahrungsgedächtnis von Führungskräften leider oft gespeichert. Und entsprechend wird dann reagiert: mit „Aufpassen“. Es ist nicht der Verstand, der zum Aufpassen auffordert und eine konkrete Idee dazu hat, sondern das emotionale Erfahrungsgemäß. Und genauso diffus, wie die Aufforderung „aufzupassen“ ist auch die Reaktion darauf – es gleicht einer Lähmung.

In der zweiten Phase wird die Target Map erstellt, hier fließt beides ein: was der Verstand gesagt hat und „was sonst noch gesagt wurde“. Das führt in der Regel zu einem klaren gemeinsamen Bild und „Aha-Erlebnissen“: wir greifen diffuse Punkte auf und sprechen sie an. Oft genug ist dann die Erkenntnis: „oh, doch keine Schlange, es ist ein Stöckchen 😊!“

Die erfreuliche Nachricht: Genauso stark, wie uns das Erfahrungsgedächtnis abhalten kann, etwas zu tun, kann es uns auch unterstützen darin, etwas zu tun. Wenn das Bauchgefühl „JA!“ sagt zu einem Vorhaben, dann setzt es unglaubliche Energie frei! Und das ist der Moment, den wir während dem Target Mapping immer wieder beobachten – wenn es plötzlich einen Ruck gibt und alle loslegen.

 

In diesem Sinne – wenn Dein Vorhaben sich anfühlt wie zäher Kleister, schau hin und überlege, wieso das so ist. Das vertrackte am Erfahrungsgedächtnis: es äußert sich diffus.

Wenn Du mehr dazu wissen möchtest über Target Coaching, welche Werkzeuge zum Einsatz kommen, um diffuse Themen zu konkretisieren, kannst Du hier weiterlesen:

 

Viele Grüße

 


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